Grand Prix Finale in Frankreich
Wechselhaftes Rennen im französischen Team Valence
Am Donnerstag bin ich spät abends in Nantes gelandet und wurde am Freitagmorgen von einigen anderen Athleten mit einem Auto abgeholt und wir sind gemeinsam zu unseren Mobile-Homes (Unterkünfte) gefahren. Wir sind die Radstrecke abgefahren und den Schwimmkurs abgeschwommen. Die Bedingungen waren 1A. Kaum Wellen, die Temperatur sehr warm aber für mich perfekt. Die Laufstrecke schien sehr flach und wir mussten nur um zwei, drei Wendepunkte rennen. Ich wusste, dass das Rennen am Samstagnachmittag gut werden kann, wenn ich das Schwimmen gut meistere.
Am Wettkampfmorgen bin ich morgens 40min locker Radgefahren, um mich mental noch einmal final auf das Rennen vorzubereiten. Dann ging es auch schon los und um 14Uhr haben wir als Team gemeinsam in die Wechselzone eingecheckt. Danach hieß es, langsam komplett in den mentalen Fokus kommen. Noch ein letztes Mal alles durchgehen und das Gel (Zucker mit Koffein in Wasser aufgelöst) zu mir nehmen. Anschließend wurden unser Team Valence auch schon aufgerufen und es ging los.
Der Start verlief für mich gut, denn wir mussten mehr als 200 m zum Wasser sprinten, da es ein Beachstart war. Als ich das Wasser erreicht hatte, waren da aber 90 weitere Mädels und ich verlor den Überblick. Ich konnte bis zu den Bojen noch mithalten, doch dann lag es an kurzer Orientierungslosigkeit, sodass ich viele Plätze verlor und das Schwimmen eher zu einem Survival Modus wurde.
„Der Wettkampf ist nach dem Schwimmen noch nicht gewonnen, aber man kann das Rennen verlieren!“. Genau so verlief das weitere Rennen dann leider für mich. Ich kam als 60. Von 90. Athleten aus dem Wasser und musste die erste von fünf Radrunden "All-In" fahren, um in die dritte Radgruppe zu gelangen. Ich habe es zwar geschafft, war aber dadurch etwas ausgepowered.
Jetzt hieß es, sich klug verhalten, denn die Aussicht, noch mit dem Team noch auf die zweite Gruppe aufzuschließen, war eher aussichtslos. Somit habe ich versucht, die Beine durch Mitkurbeln wieder zu reaktivieren und mich auf den anstehenden Lauf vorzubereiten.
Leider hatte ich einen sehr schlechten und langsamen Wechsel, da ich nicht gleich in meine Laufschuhe hineinkam, was zur Folge hatte, dass ich als Letzte aus meiner großen Radgruppe auf die Laufstrecke gegangen bin. Ich habe allerdings schnell meine Laufbeine gefunden und bin nur noch gerannt. Dieser Lauf war einfach krass. Ich bin von Platz 60. auf Platz 31 vorgelaufen und hatte die 12. schnellste Laufzeit. Allgemein bin ich sehr stolz auf meine Rad- und Laufperformance. Das Schwimmen ist und bleibt eine Herausforderung für mich. Im Atlantik zu schwimmen, ist eben noch einmal eine andere Hausnummer als in heimischen Gewässern. Jetzt heißt es, gesund und voller Motivation durch das dreiwöchige Trainingslager in Girona kommen, bevor es dann in die Türkei zur Teilnahme an zwei Europa-Cups geht.
Liebe Grüße und bis demnächst
Eure Franka
#speedy